Straße · See · Luft

Multimodales Frachttracking für Straße, See und Luft.

GPS im Vor- und Nachlauf, AIS auf See und Flugdaten in der Luft zu einem nachvollziehbaren Transportverlauf verbinden – inklusive Übergaben, Zeitstempeln und klar ausgewiesener Datenquelle.

  • GPS · AIS · Flugdaten
  • Handover-Zeitstempel
  • Projektbezogene Integration
Lkw und Sattelauflieger an einem großen Logistikterminal aus der Vogelperspektive

Aktive Transportetappe

Straßennachlauf erkannt

Quelle, Ereigniszeit und letzter verfügbarer Status bleiben gemeinsam sichtbar.

End-to-End Visibility

Ein Transport, nicht fünf getrennte Datensilos.

Der Mehrwert entsteht nicht durch möglichst viele Punkte auf einer Karte, sondern durch die richtige Zuordnung von Etappen, Ereignissen und Verantwortlichkeiten.

Übergaben nachvollziehen

Abholung, Terminaleingang, Verladung, Ankunft und letzte Meile als zusammengehörige Ereignisse statt als einzelne Listen dokumentieren.

Abweichungen einordnen

Erkennen, ob eine Verzögerung im Straßenvorlauf, am Umschlagpunkt, auf See, im Flugsegment oder im Nachlauf entstanden ist.

Gezielt informieren

Statusänderungen und Ausnahmen für Disposition, Kundenservice oder Empfänger in einer verständlichen Transportakte bereitstellen.

Durchgängiger Verlauf

So wechselt die Sicht mit dem Verkehrsträger.

Jede Etappe verwendet die dafür geeignete Quelle. Die Verknüpfung erfolgt über Transportreferenzen und bewusst definierte Übergabeereignisse.

Die Quelle wechselt – die Bedeutung der Daten ebenfalls. AIS beschreibt das zugeordnete Schiff, Flugdaten den zugeordneten Flug und GPS in der Regel das ausgerüstete Fahrzeug oder Asset. Die Plattform weist deshalb Quelle und Aktualität aus, statt eine scheinbar durchgehende Live-Position vorzutäuschen.

Daten richtig lesen

Welche Quelle beantwortet welche Frage?

Ein belastbares Tracking-Konzept definiert vor dem Pilotbetrieb, welche Aussage aus welcher Quelle abgeleitet werden darf.

Datenquelle Typische Aussage Geeignete Etappe Wichtig bei der Bewertung
GPS / Telematik Letzte Position, Bewegung, Fahrtrichtung, Fahrt- oder Zonenereignis Straßenvorlauf, Nachlauf, mobile Assets Gerät, Einbau, Intervall, Satellitensicht und Mobilfunkabdeckung
Terminal- und Handover-Ereignisse Ankunft, Übergabe, Verladung oder Freigabe zu einem definierten Zeitpunkt Hafen, Flughafen, Hub, Lager Saubere Referenzen, Zeitzonen und eindeutige Ereignisdefinitionen
AIS Letzte gemeldete Schiffsposition, Kurs, Geschwindigkeit und voyage-bezogene Angaben Seefracht, RoRo, Fähre Zuordnung zum Schiff, terrestrische oder satellitengestützte Abdeckung, Datenalter
Flugdaten Geplanter, geschätzter oder tatsächlicher Flugstatus; je nach Quelle auch Flugposition Luftfracht und zeitkritische Sendungen Flugnummer plus Datum, Codeshares, Umbuchungen und Datenlizenz
Optionale Sensorik Temperatur, Feuchte, Licht, Erschütterung oder Öffnungsereignis Pharma, Lebensmittel, hochwertige oder sensible Güter Gerätezulassung, Messintervall, Laufzeit, Funkverfügbarkeit und Kalibrierung

Seefracht & RoRo

Vom GPS-Signal zur AIS-Schiffsetappe.

Sobald ein Fahrzeug, Trailer oder Container auf das Schiff übergeht, endet häufig die direkte Sicht über den Straßentracker. Ab diesem Punkt kann die zugeordnete Schiffsbewegung den Transportkontext liefern.

  • Terminaleingang und Ende des GPS-Vorlaufs zeitlich festhalten
  • Sendung über Buchungs-, Fahrzeug- oder Containerreferenz dem Schiff zuordnen
  • IMO oder MMSI, Hafenereignisse und letzten AIS-Zeitstempel gemeinsam führen
  • Verspätete Abfahrt, abweichenden Zielhafen oder lange Liegezeit als Ausnahme markieren
  • Nach der Entladung den GPS-Nachlauf wieder an dieselbe Transportakte anbinden

AIS ist kein Ladungssensor. Die Schiffsetappe ist nur so belastbar wie die Zuordnung zwischen Transportobjekt, Buchung und tatsächlich eingesetztem Schiff.

RoRo-Fährschiff auf offener See als Symbol für die AIS-Transportetappe
Frachtflugzeug im Flug als Symbol für die Verknüpfung von Luftfrachtdaten

Luftfracht

Flugstatus statt blinder Strecke zwischen Airports.

Für die Luftetappe wird die Sendung projektbezogen mit dem vorgesehenen Flug verknüpft. Dadurch bleiben Abflug, Flugstatus, Ankunft und der anschließende Nachlauf in einem Verlauf sichtbar.

  • Geplanten Flug mit Flugnummer, Datum und Transportreferenz verknüpfen
  • Geplante, geschätzte und tatsächliche Abflug- und Ankunftszeiten unterscheiden
  • Verspätung, Stornierung, Umleitung oder Flugwechsel nach Datenverfügbarkeit abbilden
  • Übergabe an Ground Handling oder Straßennachlauf als eigenes Ereignis führen
  • Optional freigegebene Sensorik für Temperatur oder Erschütterung ergänzen

Flugdaten zeigen den Flug, nicht automatisch das einzelne Packstück. Für eine belastbare Sendungsaussage müssen Flugzuordnung und Handover-Prozess stimmen; separate Tracker erfordern zusätzlich eine für den Lufttransport geeignete Ausführung und Freigabe.

Einsatzbereiche

Für Transporte, bei denen Übergaben entscheidend sind.

Der Pilot wird an einer konkreten Route und klaren Geschäftsfrage ausgerichtet – nicht an einer abstrakten Maximalliste von Datenfeldern.

RoRo-Fahrzeugtransporte

Fahrzeugbewegung bis zum Hafen, zugeordnetes Schiff und Weitertransport nach der Entladung in einem Ablauf zusammenführen.

Zeitkritische Luftfracht

Geplante und tatsächliche Flugereignisse mit Abholung und Zustellung verbinden, damit Abweichungen einer Etappe zugeordnet werden können.

Maschinen & Projektladung

Wertvolle Einzeltransporte über Spedition, Hafen, Schiff oder Flug und den lokalen Nachlauf anhand eindeutiger Referenzen begleiten.

Sensible Waren

Positions- und Statustracking bei Bedarf um freigegebene Zustandsdaten ergänzen und Grenzwertverletzungen im Transportkontext bewerten.

Projektablauf

Mit einer realen Route zum belastbaren Pilot.

Zuerst wird die fachliche Wahrheit der Transportakte definiert. Danach werden Quellen und Darstellung daran ausgerichtet.

Route abgrenzen

Verkehrsträger, Umschlagpunkte, Rollen und die wichtigste betriebliche Frage festlegen.

Referenzen prüfen

Auftrag, Sendung, Fahrzeug, Container, Schiff und Flug über verfügbare IDs verknüpfen.

Daten anbinden

Tracker, Schnittstellen und lizenzierte Datenquellen mit Zeitstempel und Herkunft übernehmen.

Pilot bewerten

Vollständigkeit, Aktualität, Fehlzuordnungen und Nutzen anhand echter Transporte verifizieren.

LiveOrtung & FrachtMonitor

Vom Fahrzeug zur durchgängigen Transportakte.

LiveOrtung liefert die Plattform- und Telematikbausteine für Fahrzeuge und Assets. Für projektbezogene Transportketten verbindet FrachtMonitor Straßenetappen mit See- oder Luftsegmenten und den dazugehörigen Übergaben.

FAQ

Fragen zum multimodalen Tracking

Was ist multimodales Frachttracking?

Es verbindet Status- und Positionsinformationen mehrerer Verkehrsträger in einem Transportverlauf. Je nach Etappe werden beispielsweise GPS-Daten des Straßenfahrzeugs, AIS-Daten des Schiffs oder Status- und Positionsdaten eines Flugs verwendet.

Zeigt AIS die Position meiner konkreten Sendung?

AIS beschreibt die Position und Bewegung eines zugeordneten Schiffs, nicht unmittelbar die Position eines einzelnen Containers oder Fahrzeugs an Bord. Erst die verlässliche Zuordnung zwischen Sendung und Schiff macht die Schiffsetappe im Transportverlauf nutzbar.

Sind Flugdaten dasselbe wie ein Tracker in der Luftfracht?

Nein. Flugdaten beschreiben den zugeordneten Flug beziehungsweise das Flugzeug. Ein separater, für den Lufttransport geeigneter Tracker kann zusätzlich Informationen zur konkreten Sendung liefern, sofern Gerät, Airline-Freigabe und Übertragungsbedingungen dies erlauben.

Welche Referenzen werden für die Verknüpfung benötigt?

Das hängt vom Prozess ab. Typisch sind Auftrags- oder Sendungsnummer, Fahrzeug- oder Trailer-ID, Container- oder Buchungsnummer, IMO oder MMSI des Schiffs sowie Flugnummer, Datum und gegebenenfalls Luftfrachtreferenzen.

Ist die Position lückenlos und in Echtzeit verfügbar?

Nicht zwingend. Aktualität und Abdeckung unterscheiden sich nach Datenquelle, Tarif, Empfang, Gerät, Übertragungsintervall und Verkehrsträger. Deshalb sollten Quelle und Zeitstempel gemeinsam dargestellt und Datenlücken nicht als aktuelle Position ausgegeben werden.

Können bestehende Tracker und Transportdaten angebunden werden?

Oft ist eine Übernahme über vorhandene APIs, Datenfeeds oder definierte Importformate möglich. Im Vorprojekt werden Protokoll, Datenrechte, Identifikatoren, Aktualität und Qualität geprüft. Erst danach lässt sich beurteilen, ob eine direkte Integration oder eine ergänzende Datenquelle sinnvoll ist.

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Nennen Sie Start, Ziel, Verkehrsträger, vorhandene Referenzen und die Stelle, an der heute die Sicht abreißt. Wir prüfen, welche GPS-, AIS-, Flug- und Handover-Daten sich sinnvoll verbinden lassen.